Archiv für die Kategorie ‘Entscheiden’

Die Wahrnehmung entscheidet über die Qualität unserer Entscheidungen

Sonntag, 13. Januar 2013

Mal wieder alles richtig gemacht in 2012? Und überlebt haben wir auch noch. WOW! Was für ein Jahr. Besser als gedacht. Und als der 31.12.2012 kam, schwirrten wieder Milliarden von guten Vorsätzen durch den Äther. Obwohl – ich glaube das hat sich irgendwie überlebt. In den letzten 5 Jahren habe ich niemanden mehr getroffen, der mir gesagt hat, dass er sich am Silvester dieses und jenes vorgenommen hat. Und dann eh nicht eingehalten hat. Das interessiert mich natürlich jetzt schon genauer. Also – wenn mir jemand schreibt, dass er sich am Silvesterabend Silvestervorsätze vorgenommen hat, dann bekommt er von mir mein Buch: „Das EKV Prinzip“ geschenkt. Gute Entscheidungen werden selten Silvester getroffen. Deswegen spricht man ja auch von Vorsätzen. Das ist noch nichts endgültiges. Gute Entscheidungen sollten aufgrund von Informationen und Alternativen überdacht, überlegt, analysiert werden. Verfallen Sie nicht in das König Krösus Syndrom. Hierzu seine Geschichte: König Krösus war der Herrscher von Lydien. Er befragte das Orakel von Delphi, ob er gegen die  Perser Krieg führen sollte. In seiner Weisheit sagte das Orakel nach eine Weile: “Mach es und Du wirst ein mächtiges Reich zerstören“. Krösus zeigte sich hocherfreut und die Vorstellung, das mächtige Reich der feindlichen Perser zu zerstören, beflügelte ihn in seinem Vorhaben. So zog Krösus in den Krieg und erhielt eine vernichtende Niederlage. Durch seinen Wunsch nach einem Triumph über seine Feinde, hörte er nur, was er hören wollte. Seine Wahrnehmung war eingeschränkt und er traf durch seine Fehldeutung eine falsche Entscheidung. Es kam ihm gar nicht in den Sinn, dass das Orakel sein eigenes Reich gemeint haben könnte. Was lernen wir daraus? Wir nehmen vorwiegend Dinge wahr, auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten und die in unser Schema passen. Schwache Signale werden überhört oder übersehen. Obwohl wir auch unsere Orakel befragen, hören und  sehen wir nur, was wir hören und sehen wollen. Deshalb – bleiben Sie offen, kritisch, objektiv und schärfen die Wahrnehmung in entscheidungsrelevanten Fragen. Gute Entscheidungen basieren auf den richtigen Informationen, sauberer Analyse und dem Ausloten der Alternativen

Entscheidungstraining vom 6.-7.Mai 2010 im Maritim in Berlin

Sonntag, 09. Mai 2010

Bei der Durchführung von Entscheidungsseminaren wird immer wieder deutlich, dass wir Entscheider ein Defizit an Werkzeugen (Analysetools) haben. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille. Das Kennen der Tools ist Voraussetzung, um die emotional, intuitive Entscheidungsfindung abzusichern. Die andere Seite besteht darin, dass die Gründe der Nichtentscheidung oft stark psychologischer Natur sind. So führte die Abfrage der Seminarteilnehmer auf die Fragestellung: “ Warum tun sich Menschen so schwer,  Entscheidungen zu treffen?“ zu folgendem Ergebnis!

  • Angst vor Fehlentscheidungen und die Konsequenzen daraus
  • Angst vor Veränderungen
  • Bequemlichkeit oder Perfektion
  • Störung des sozialen Umfeld
  • Meine Entscheidung anderen gegenüber verkaufen
  • Habe ich Rückendeckung von der Hierarchie usw.

Diese Aussagen ziehen sich wie ein roter Faden durch alle durchgeführten Trainings. Somit wird sichtbar, dass die Persönlichkeit und das Standing der Person im Entscheidungsprozess maßgeblich die Entscheidung beeinflusst. Entscheiden ist halt doch nicht so einfach, wie es aussieht. Es ist ein komplexer Prozess, der manchmal auch kompliziert werden kann. So hoffe ich, dass dieses Training wieder dazu beigetragen hat, mit Leichtigkeit, Lockerheit und klarer Analyse künftige Entscheidungen abzusichern.

Gerhard Jantzen

Entscheidungen treffen und das richtige Leben

Freitag, 16. Oktober 2009

Anschauenswert … irgendwie passt dieser Film sehr gut zum Thema! [youtube jNVPalNZD_I]

16:Moments

Entscheidungstraining in einem Verlagshaus

Sonntag, 11. Oktober 2009

Das vierte Entscheidungsseminar innerhalb 5 Wochen. Da zeichnet sich ein Trend ab. Der Bedarf ist groß zu diesem Thema. Warum? Die momentane Wirtschaftssituation verlangt von uns, das mehr Entscheidungen getroffen werden müssen. Leider haben wir in unserem Leben keine wirklichen Entscheidungstechniken und deren Werkzeuge gelernt. So war es auch bei den hoch motivierten Mitarbeitern des Mitteldeutschen Druck- und Verlagshaus in Halle. Herausgeber der Mitteldeutschen Zeitung und weiterer Publikationen.

Wissbegierige Teilnehmer, die erwartungsvoll der Dinge harrten, die da kommen sollten. Am ersten Tag ging es um die Entscheidungspsychologie, Entscheidungsängste, Konsequenzen falscher Entscheidungen, Fehlerkultur in Unternehmen und Mut, den man bei Entscheidungen nun mal benötigt. Fallstudien, die bearbeitet wurden, machten deutlich, dass unser Entscheidungsverhalten zu einem hohen Prozentsatz emotional und intuitiv geprägt ist. Die Gefahr dabei – reine Bauchentscheidungen können in komplexen oder komplizierten Situationen zu großem Schaden führen.

Sehr schnell wurde erkannt, dass gute Entscheidungen auf klaren Zielen und drei Säulen ruhen: 1. Richtige Informationen 2. Die Entscheiderpersönlichkeit als solches 3. Kennen von Analysetools. Um diese ging es dann am nächsten Tag  und alle mitgebrachten Entscheidungssituationen konnten mit den neu gelernten Werkzeugen einer Lösung zugeführt werden. Damit war auch der Transfer in die Praxis der Arbeitswelt gesichert. Nun geht es um die gute Umsetzung, für die ich jedem viel Erfolg wünsche. Danke auch an Frau Dr.  Geisler, die dieses Seminarprojekt sehr gut organisiert hat.

Entscheidungstraining

Montag, 05. Oktober 2009

Warum geht man in ein Entscheidungsseminar? Es wäre zu kurz gegriffen nur zu sagen: „Um schneller entscheiden zu können“. Denn die Ziele der Teilnehmer sind vielfältig und können schon mal solche Aussagen beinhalten:

Wie werde ich entscheidungsfreudiger?  Welche Tools gibt es, die ich anwenden kann?  Wie kann ich unterschiedliche Interessen in einer Entscheidungssituation koordinieren?  Wie komme ich zu schnellen Entscheidungen, da ich eine Internet Informations-Sammlerin bin?  Wie gehe ich an komplexe Aufgaben heran?  Warum ist es im privaten Bereich  schwieriger, Entscheidungen zu treffen?   Wie kann ich meine Entscheidungen im Unternehmen durch gute Argumente verkaufen? usw.

Sie sehen, das Spektrum ist breit und das Obige ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was ich schon gehört habe. Das gerade beendete Seminar letzte Woche in Stuttgart machte deutlich, dass die Entscheidungsfindung und das Entscheiden als solches für die meisten Menschen ein Problem darstellt, weil uns die Folgen einer Entscheidung unklar sind und Angst auslösen können. Und wer Angst hat zieht das Vermeidungsprogramm vor. Und das heißt „Nichtentscheiden“. Völlig menschlich, aber nicht unbedingt Zielführend. Ein erfolgreiches Leben ist eine Aneinanderreihung von Entscheidungen. Was oft dem Überschreiten der roten Linie nahe kommt. Dennoch mein Tipp –  entscheiden Sie! Wenn Sie nicht entscheiden, passiert nichts. Wenn Sie entscheiden, kann es entweder falsch oder richtig sein. Sie werden es zeit-verzögert hinterher wissen. Auf jeden Falls setzen Sie Kreativität frei. Und mal ganz ehrlich, in der Summe waren die meisten Ihrer getroffenen Entscheidungen doch richtig! Oder?

Entscheiden tut (manchmal) weh!

Montag, 07. September 2009

Ich frage mich manchmal, woran es wohl liegt, das die Teilnehmer eines Seminars sich sehr gut verstehen und während zwei Tagen eine tolle Stimmung und einen Gemeinschaftsgeist im Seminarraum verbreiten. Denn dies habe ich gerade bei einem zweitägigen Training zum Thema: „Entscheidungen schnell, sicher und richtig treffen“ in Hamburg erlebt.. Liegt es am Thema, an den Menschen, am Trainer, am Hotel oder einigt die latente Wirtschaftskrise.  Vielleicht einigt die Teilnehmer auch die Suche nach praxisgerechten Tools, um ihre Entscheidungen analytisch und rational abzusichern. Denn die Mehrzahl der Entscheidungen (bis zu 90%) werden aus dem Bauch heraus getroffen. Da ist eine vorherige Analyse nicht von der Hand zu weisen. Und wenn dann noch die Intuition befragt wird, kann fast nichts mehr schief gehen. Fast – denn keine Entscheidung kann im Moment des Entscheidens als hundertprozentig richtig deklariert werden. Sie wissen es erst im Nachhinein, in der zeitlichen Nachbetrachtung. In diesem Sinne – happy decision making.

Gerhard A.Jantzen

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